Comby bei der Arbeit

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Ob auf den Seiten seiner vielen Hefte, oder auch im öffentlichem Raum, Comby schuf in unermüdlicher Arbeit eine erstaunliche Vielfalt in seinem Werk, die ihren Ausdruck in Materialien und Formen fand.
Aluminium, Bronze, Holz, Ton oder Gips, Comby benutzte unterschiedliche Materialien und unterschiedliche Techniken ebenso, wie die für die Realisation seiner Ideen notwendigen Maschinen.

 

Die Welt wird in seinem Werk umfassend dargestellt, ihre Schönheit, wie auch ihre Grausamkeit. Comby versucht nicht gefällig zu sein, er sucht nach seiner Wahrheit. Eine Wahrheit schwer zu leben und schwer zu artikulieren.

fer blanc sur socle
fer blanc sur socle
dessin encre Eine Schwäche der Lunge bereitete ihm Atemschwierigkeiten. Marcel Proust schrieb Sätze, die von seinem Asthma geprägt waren und so den Atem des Lesers erschöpften. Comby füllte mit seinen Skupturen den Raum verschwenderisch und komplex. Oft wurde die Grundform von Röhren, Gittern und ähnlichen Elementen begleitet.
 
Wenn er malte oder zeichnete, stieß oder schlug er auf den Rand des Bildes oder des Heftes. Comby erstickte in einer Welt, für die er einen Ausweg suchte.

 

Weiter schuf er mit Stacheln gewappnete Panzer und Tabernakel, schwer zu entscheiden, ob sie für die Verteidigung oder für den Angriff bestimmt sind.
 comby Barcares

Die Geschichte hat in den 50er Jahren ihr Gesicht verändert Der Krieg war mehr eine Schlacht der mechanischen Waffen als eine Gegenüberstellung von Helden

 

Das stille Massaker an den Tieren, die als köstliche Produkte in den Schaufenstern der Pariser Schlachtereien endeten, wurden für Comby zum Schlüssel der Erklärung unserer Epoche. Die absolute Verdrängung gegenüber der Leiden anderer Menschen und Lebewesen  als Voraussetzung für ein relatives und fragwürdiges Glück.

In den 50er Jahren kamen Atombombe und Fernsehen. Die Welt erweiterte sich, sie wurde zu einem technischen Universum, einer vielfältigen Verführung für unsere Sinne. Misstrauisch nach

auvergnischer Art einerseits, war Comby auf der anderen Seite dieser Entwicklung gegenüber auch offen und begeistert.

Neben neuen Materialien, wie Aluminium, was von der Luftfahrt kam, gab es die Entwicklung von Werkzeugmaschinen, die den Künstlern ein neues Spektrum an Möglichkeiten boten. Statt Stein oder Ton zu bearbeiten, versuchte sich Comby jetzt als Schlosser, Schweißer und Dreher 



Das neue Material Edelstahl wurde von Comby angenommen und führte ihn zu der Konfrontation seiner intensiven, barocken Formvorstellungen und der Glätte und Perfektion der mechanisch hergestellten Objekte.



duralinox_1970
tête pierre

So verführerisch die neuen Techniken sind, sie können auch durch ihre Komplexität erdrücken. Durch die Eigenart und Unfähigkeit des Menschen wachsen sie ins Grenzenlose. Die Köpfe werden zu einem Mittel, Angst und Schrecken auszudrücken, die in einen Körper, durch die Macht der Gleichgültigkeit, dringen.

 

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Köpfe aus Stein, Messing und Holz; wichtig ist das, was sie uns zuschreien. Schreie des Leidens und des Protestes. Ein Echo aus der Vergangenheit: Tiere, denen im Hinterhof der Schlachterei die Kehlen durchschnitten werden. Für Comby unauslöschlich! 

barqueAm Ende seines Lebens versammeln sich in seiner Schöpfung Barken und Wagen. Das Thema der Köpfe, der Krieg verbindet sich mit der Poesie der Reise.

Vielleicht haben die Studien für das Denkmal der Nationalen Marine in Toulon diese kreative Periode beeinflusst? Comby machte Barken für Abendteuer und Begräbnisse, aber auch mit Stacheln bewehrte für Eroberungen.
cire
octobre 2004

Dann gibt es da die acht Bände in Heftform.

 

Auf nummerierten Seiten hielt Comby die Welt in der er lebte fest, eine Art Buchführung, eine Folge von Zeichnungen, die darstellen was er wahrnahm und was ihn provozierte: Kriege und andere Absurditäten.

                     Alain. Le Boucher.2006


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Ich wünsche für uns alle lange Jahre des Friedens für fruchtbare Projekte, den Genuss glücklicher Tage, den Duft der Winde und das Parfum der Frauen.


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